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Mentalfeldtechnik bei akutem Stress Wenn plötzlich alles zu viel wird – und das Gefühl nicht mehr so nah sein soll
Ein Streit. Eine Nachricht, die dich völlig aus der Bahn wirft. Eine bevorstehende Prüfung. Eine Entscheidung, die dich überfordert. Ein Gespräch, das immer wieder im Kopf läuft. Oder dieser Moment, in dem du merkst: Ich kann gerade nicht mehr klar denken.
Akuter Stress kann sich innerhalb weniger Minuten aufbauen. Gedanken überschlagen sich, der Körper wird unruhig, das Herz schlägt schneller, die Gefühle werden immer intensiver. Wut, Angst, Hilflosigkeit, Traurigkeit oder innere Anspannung können sich so anfühlen, als würden sie den ganzen Raum einnehmen.
Genau hier kann die Mentalfeldtechnik (MFT) ansetzen.
Das Ziel ist nicht, ein Gefühl einfach wegzudrücken. Es geht vielmehr darum, die emotionale Ladung eines aktuellen Themas zu verändern. Das, was eben noch riesengroß und unmittelbar war, kann nach der Behandlung deutlich weiter weg erscheinen. Die Erinnerung oder die Situation ist noch da – aber sie hat nicht mehr dieselbe Macht über dich.
Wenn der Kopf weiß, dass alles nicht so schlimm ist – der Körper aber trotzdem Alarm macht
Akuter Stress ist nicht immer eine Frage des Verstandes.
Vielleicht weißt du ganz genau:
„Eigentlich müsste ich mich nicht so aufregen.“
„Es wird schon eine Lösung geben.“
„Ich sollte einfach ruhig bleiben.“
Und trotzdem funktioniert es nicht.
Der Kopf kann eine Situation längst verstanden haben, während die emotionale Reaktion noch mit voller Stärke da ist. Genau diese Verbindung zwischen dem, was wir denken, fühlen und körperlich wahrnehmen, steht bei der Mentalfeldtechnik im Mittelpunkt.
MFT nach Dr. Dietrich Klinghardt ist ein nicht invasiver Ansatz, der unter anderem bei akuten und chronischen Stresszuständen und emotionalen Belastungen eingesetzt wird. Zum Konzept gehören Klopftechniken, die Arbeit mit inneren Sätzen und Wahrnehmungen sowie weitere Methoden, die je nach Situation miteinander kombiniert werden können. (ink.ag)
Dabei geht es nicht darum, lange über das Problem zu reden.
Wir arbeiten mit dem, was gerade tatsächlich da ist.
Was passiert bei Mentalfeldtechnik?
Ein aktuelles Thema wird zunächst möglichst konkret benannt.
Nicht:
„Ich bin generell gestresst.“
Sondern beispielsweise:
„Ich habe Angst vor diesem Gespräch morgen.“
Oder:
„Ich bin so wütend auf meinen Partner, dass ich kaum noch klar denken kann.“
Oder:
„Sobald ich an die Situation denke, zieht sich in mir alles zusammen.“
Während du deine Aufmerksamkeit bei diesem Thema hältst, werden bestimmte Punkte beziehungsweise Linien des Körpers sanft beklopft. Je nach Situation können lösende Sätze, bestimmte Augenbewegungen oder eine einfache Schreibtechnik hinzukommen. Auch innere Bilder, Gedanken oder Körperempfindungen können in die Arbeit einbezogen werden.
So entsteht kein starres Behandlungsschema. Die Technik richtet sich nach dem, was gerade da ist. Manchmal braucht es nur wenige Schritte, manchmal zeigt sich während der Behandlung ein tieferliegendes Thema, das mit der aktuellen Belastung verbunden ist.
Und genau darum geht es: Nicht das Gefühl wegzudrücken, sondern seine emotionale Intensität zu verändern. Was sich zu Beginn noch unmittelbar, überwältigend oder kaum auszuhalten anfühlt, kann nach der Behandlung deutlich weiter entfernt erscheinen.
MFT ist deshalb mehr als einfach nur „ein bisschen Klopfen“.
Entscheidend ist die Verbindung aus deiner aktuellen Wahrnehmung, dem konkreten Thema und den individuell passenden Techniken.
Der entscheidende Moment: Das Gefühl verändert seine Nähe
Vielleicht kennst du das:
Du denkst an eine Situation – und sofort bist du wieder mittendrin.
Du siehst das Gesicht des anderen vor dir.
Du hörst den Satz noch einmal.
Du spürst die Wut im Bauch.
Die Angst sitzt im Brustkorb.
Der Kopf läuft auf Hochtouren.
Die Situation ist vorbei – aber dein Körper reagiert, als wäre sie noch da.
Bei der Arbeit mit MFT wird deshalb immer wieder darauf geschaut, wie stark die Belastung im Moment tatsächlich empfunden wird.
Und genau diese Veränderung ist für viele Menschen unmittelbar bemerkbar.
Das Thema kann nach der Behandlung noch vorhanden sein. Du weißt weiterhin, was passiert ist. Du musst nichts vergessen und nichts schönreden.
Aber die Situation kann sich plötzlich anders anfühlen.
Weiter weg.
Nicht mehr direkt vor dir.
Nicht mehr so laut.
Nicht mehr so überwältigend.
Aus
„Das halte ich gerade überhaupt nicht aus.“
kann beispielsweise werden:
„Es ist immer noch unangenehm, aber ich kann wieder darüber nachdenken.“
Oder:
„Ich weiß noch, was passiert ist. Aber es zieht mich nicht mehr sofort hinein.“
Genau diese Veränderung der empfundenen Intensität ist einer der Gründe, warum MFT gerade bei akuten emotionalen Belastungen interessant sein kann.
Mentalfeldtechnik bei akuten Stresssituationen
Eine MFT-Sitzung kann besonders dann sinnvoll sein, wenn ein konkretes Ereignis gerade sehr viel innere Energie bindet.
Zum Beispiel bei:
- akutem Stress
- starker innerer Anspannung
- Angst vor einem bevorstehenden Gespräch
- Prüfungs- und Auftrittssituationen
- Streit und Konflikten
- plötzlicher Wut
- emotionaler Überforderung
- belastenden Nachrichten
- Grübeln nach einer Situation
- Angst vor einer Entscheidung
- wiederkehrenden Gedanken an ein bestimmtes Ereignis
- dem Gefühl, innerlich nicht mehr abschalten zu können
Auch bei einer Situation, die bereits vorbei ist, kann MFT interessant sein, wenn die emotionale Reaktion darauf noch immer ungewöhnlich stark ist.
Das Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt beschreibt MFT ausdrücklich als unterstützende Methode für den Umgang mit akuten und chronischen Stresszuständen und emotionalen Belastungen. (ink.ag)
Du musst nicht alles erzählen
Ein weiterer wichtiger Punkt: Du musst nicht zwangsläufig deine komplette Lebensgeschichte erzählen, damit wir mit einem aktuellen Thema arbeiten können.
Manchmal ist ziemlich klar, worum es geht.
Manchmal ist es nur ein Gefühl:
„Ich habe gerade so eine unglaubliche Angst.“
Oder ein Körpergefühl:
„Mein Brustkorb ist eng und ich komme nicht runter.“
Oder ein Gedanke:
„Ich kann diesen einen Satz einfach nicht vergessen.“
Wir schauen gemeinsam, was sich in diesem Moment zeigt.
Dabei wird nichts erzwungen. Es geht nicht darum, möglichst tief in eine belastende Erinnerung hineinzutauchen. Viel wichtiger ist, wahrzunehmen, was jetzt gerade passiert und wie stark es dich noch erreicht.
Was MFT von einem einfachen „Beruhige dich“ unterscheidet
„Beruhige dich“ ist schnell gesagt.
Wenn dein Nervensystem jedoch gerade auf Alarm steht, hilft dieser Satz meistens nicht besonders weit.
Auch Ablenkung funktioniert nur begrenzt. Irgendwann kommt der Gedanke wieder.
Bei MFT wird die Aufmerksamkeit deshalb nicht einfach vom unangenehmen Gefühl weggeführt. Das aktuelle Thema darf wahrgenommen werden, während gleichzeitig mit den entsprechenden MFT-Techniken gearbeitet wird.
Dadurch entsteht eine andere Erfahrung:
Ich muss vor meinem Gefühl nicht davonlaufen. Ich kann es anschauen – und trotzdem kann sich seine Intensität verändern.
Das kann gerade für Menschen hilfreich sein, die sehr viel denken, analysieren und verstehen, aber trotzdem immer wieder von ihren Gefühlen überrollt werden.
Wenn aus einem akuten Moment ein altes Muster wird
Manchmal ist die aktuelle Stresssituation nur der Auslöser.
Der Streit von heute fühlt sich beispielsweise unverhältnismäßig stark an. Die Angst vor dem Gespräch ist viel größer, als die Situation eigentlich erklären würde. Oder eine kleine Kritik löst plötzlich eine massive innere Reaktion aus.
Dann kann sich im Verlauf der Arbeit zeigen, dass die aktuelle Situation mit einer älteren emotionalen Erfahrung verbunden ist.
Die Mentalfeld-Techniken nach Klinghardt umfassen deshalb neben den unmittelbaren Klopftechniken auch weiterführende Methoden, beispielsweise die Arbeit mit Glaubenssätzen, inneren Dialogen, Bildern, Genogrammen und traumabezogenen Themen.
So kann aus der Frage
„Warum bringt mich diese Situation so aus der Ruhe?“
eine viel interessantere Frage werden:
„Was genau wird hier eigentlich in mir berührt?“
Wieder mehr Abstand zu dem bekommen, was dich gerade beherrscht
Du musst nicht immer stärker gegen deine Gefühle kämpfen.
Manchmal braucht es etwas anderes: mehr Abstand zu ihrer Intensität.
Die Situation darf weiterhin existieren.
Die Erinnerung darf bleiben.
Du darfst wissen, dass etwas passiert ist.
Aber du musst nicht jedes Mal wieder vollständig darin landen.
Genau hier setzt die Mentalfeldtechnik an.
Was eben noch direkt vor deinem inneren Auge stand, kann sich plötzlich anfühlen, als wäre es ein Stück weiter weg.
Und manchmal ist genau dieser Abstand der Moment, in dem du wieder denken, atmen, entscheiden und handeln kannst.
Mentalfeldtechnik bei mmhealing
Wenn dich eine aktuelle Situation gerade stark belastet, können wir genau dort beginnen, wo du im Moment stehst.
Ohne lange Vorgeschichte.
Ohne etwas beweisen zu müssen.
Und ohne dein Gefühl wegreden zu müssen.
Wir schauen, was gerade da ist – und arbeiten damit.
Kostenloses Erstgespräch bei mmhealing